AKTIVITÄTEN

2017

Leider ist die Sicherheitslage in Mali immer noch sehr schlecht. Attentate, Entführungen, Überfälle durch Banditen oder aufständische Peul-Hirten prägen den Alltag der Bevölkerung. Weiße sind nördlich der Hauptstadt Bamako kaum zu finden, die meisten Hilfsprojekte sind eingestellt. Es scheint sich politisch nur wenig zu bewegen – trotz der Abkommen mit den verschiedenen Gruppen im Norden sind Fortschritte in der Befriedung des Landes nicht zu erkennen, und so scheint der Versöhnungsprozess in weite Ferne gerückt. Die Zahl der Bundeswehrsoldaten im Lande ist erneut aufgestockt worden …

So war die diesjährige Reise nach Gani-Dah recht gefährlich für mich, die einzige Weiße in der ganzen Gegend – aber umso erfolgreicher sind die Projekte verlaufen!

10 Jahre lang haben wir davon geträumt, die virulenten Wasser-Probleme des Dorfes nachhaltig zu lösen – in diesem Jahr haben wir mit viel Einsatz der Männer und Schüler des Dorfes geschafft, eine Wasserleitung von dem neuen Wasserwerk aus über 250 m in das Schulgelände zu legen! Das hört sich so leicht an – es ist sehr schwierig, das Material zu beschaffen, und Schwerstarbeit, mit einer einzigen einfachen Hacke und einer Schaufel 60 cm tief einen Kanal mit dem richtigen Gefälle in die steinharte Erde zu graben! Es war ein ungeheurer Triumpf, als das Wasser aus den zwei Hähnen mit starkem Druck in die Wasserkanister schoss! Die Frauen des Dorfes haben spontan angefangen zu singen und zu tanzen… Jetzt gibt es genug Trinkwasser für die fast 500 Schüler in Gani-Dah, die Schulkantine arbeitet unter entscheidend besseren Bedingungen, die Hygiene an den Toiletten ist eingerichtet, für die Beete im Schulgarten gibt es jetzt ausreichende Bewässerung für Pflanzungen auch in der Trockenzeit.

Schwere Arbeit Alle helfen mit Fast geschafft
Fertig Wasser für die Kantine nebenan

Die Brillenstation ist mit vielen Brillen aller Maße aufgestockt und in einem neuen kleinen Raum wiedereröffnet worden – sie läuft jetzt sehr professionell! Zwei Krankenpfleger sind bestens ausgebildet, Sehtests mit den Patienten durchzuführen und die passenden Brillen korrekt auszugeben. Der Leitung der Gesundheitsstation ist diese Brillenstation sehr wichtig – an Markttagen besonders kommen viele Menschen mit Sehschwächen ausdrücklich nach Gani-Dah!

Die neue Brillenstation Amadou ist gut ausgebildet

Die Arbeit der Frauen des Vereins Jigisɛmɛ für den Aufbau einer Mikrofinanz-Bank für die ganze Region um Gani-Dah war und ist sensationell! In einer großen Versammlung haben sie ihr Finanzmodell vorgestellt, das durch eine größere Spende unsererseits im letzten Jahr möglich geworden ist: Die Frauen haben Dorf und Umgebung in vier Unterbezirke eingeteilt und regionale Vorstände eingerichtet, die einen Monat lang selbständig Kredite vergeben, Verträge aushandeln und Rückzahlungen annehmen. Einmal im Monat treffen sich alle Gruppen unter ihrem zentralen Vorstand und tragen ihre Ergebnisse zusammen. Sie vergeben Kredite nur an Frauen, da diese zuverlässiger zurückzahlen – bisher haben sie alle Summen wieder zurückbekommen mit einem Zinssatz von 4 % (malische Banken nehmen 15 – 20% Zinsen). Wenn Männer Kredite haben wollen, so müssen sie eine Frau suchen, die für sie bürgt … Es werden Kredite von 15,00 bis 460,00 € ausgegeben mit einer Laufzeit von 3–6 Monaten, das ist am Ort schon eine erhebliche Investitionssumme! Jeden Monat haben die Frauen einen Reingewinn von ca. 28,00 €, am Ende eines Jahres also eine erhebliche Summe. Sie haben beschlossen, diesen Gewinn für Dorfprojekte einzusetzen – im letzten Jahr haben sie den Einsatz des Krankenwagens vom Krankenhaus in Bankass nach Gani-Dah vollständig finanziert! Die von uns gestiftete Hirsemühle arbeitet noch immer einwandfrei, zwei Arbeitsplätze für Männer sind geschaffen worden.

Der Vorstand von Jigiseme Große Versammlung zur Mikrofinanz
Tanz und Gesang an der Wasserleitung Die Hirsemühle

Die Männer unseres Vereins Banikono haben im dritten Jahr hintereinander ganze Arbeit geleistet! Ausgehend von unseren Beratungen zur Milderung der Folgen des Klimawandels haben sie in 15 km Entfernung am Ufer des Sourrou, eines Nebenflusses des Schwarzen Volta, kilometerweit Land urbar gemacht und für den Ackerbau eingerichtet. Bis an den Horizont wachsen hier nun Zwiebeln, Tomaten, Salat, Melonen, Reis … Sie haben zwei Generatoren in Betrieb, die Wasser vom Fluss in die Reihen mit den Jungpflanzen pumpen. Sie arbeiten in wechselnden Teams, die in einfachen Hütten am Rande der Felder übernachten können. Die Ernten nutzen sie für die eigenen Familien und verkaufen das übrige Gemüse auf den Märkten bis in 50 km Entfernung. Dadurch können sie Mikrokredite zum Ankauf von Sämereien zurückzahlen und neu investieren. Zudem stellen sie Jahr um Jahr ihre Ernährung stärker auf Gemüse um! Das ist ein ungeheurer Erfolg: Die Männer sind – anders als in den ersten Jahren unserer Projekte – wirklich ans Arbeiten gekommen! Sie organisieren sich im Rahmen des von uns gegründeten Vereins Banikono selbst und beschäftigen sich intensiv mit Bodenbeschaffenheit, Schutz vor Wasserverlust und modernen Formen des Anbaus. In den nächsten Jahren wollen sie die Anbaufläche noch vergrößern …

Anzucht Die Pumpe Bewässerung
Zwiebeln bis zum Horizont Reiche Reisernte zuhause

Insgesamt laufen heute all unsere Projektteile selbstständig in Eigenverantwortung. Alle Beteiligten fühlen sich verantwortlich für die ihnen übertragene Aufgabe: Die Schulaufsicht läuft einwandfrei durch das CAP in Sokoura, der Vorschulkindergarten ist einfach entzückend und sehr effektiv in der Vorbereitung der Kleinen auf die Schule, die Bibliothek ist in vorbildlichem Zustand, die Brillenstation ist in Bestzustand, das Patenprogramm läuft langsam aus, es hat wunderbar seinen Zweck erfüllt: Heute ist es allen Eltern selbstverständlich, ihre Kinder in unsere Grundschule zu schicken und ihrem Wunsch, in der Sekundarschule einen Diplomabschluss zu machen, nichts mehr in den Weg zu legen …

Vor 17 Jahren haben wir mit 108 Kindern, darunter 3 Mädchen, angefangen zu arbeiten – heute sind fast 500 Kinder aus Gani-Dah und Umgebung in unseren drei Schulen, darunter 49,2 % Mädchen! Die Schülerzahl wir noch weiter steigen, da inzwischen die Kinder aus immer größeren Entfernungen an die sehr gut arbeitenden Schulen von Gani-Dah kommen. Das ist aber auch ein großes Problem: Wir brauchen eine zuverlässig arbeitende Schulkantine, da viele Kinder am Tag keine weitere als unsere Schulmahlzeit bekommen! Unicef und das World Food Program haben sich aus der Gegend zurückgezogen, da sie im Norden Malis mehr als 300 000 Kriegsflüchtlinge versorgen müssen. Wir haben die Schulkantine seit dem letzten Jahr wieder übernommen. Mit den diesjährigen Spenden können wir sie für drei weitere Schuljahre sichern! Die jungen Frauen, die schon durch unsere Schulen gelaufen sind, führen in Teams die Kantine mit Hingabe! Um 11.30 Uhr bekommen die Kleinen vom Kindergarten ihr Essen, um 12 Uhr die Schüler der Grundschule und der Sekundarschule. Bis 13 Uhr nutzen unsere Schulen und das Gesundheitszentrum die Zisterne des Wasserwerks ausschließlich für sich. Danach – so haben wir den Vertrag mit dem Dorf geschlossen –nutzen die Dorfbewohner das Wasser bis zum Sonnenuntergang. Es dauert ca. 1 ¼ Stunden, bis die 5000 l der Zisterne wieder durch die Solarpumpe aufgefüllt sind – das ist ausreichend für alle Beteiligten, und so sind sie sehr zufrieden mit dieser Lösung.

Erneut haben wir die Nachbarschule im 4 km entfernten Dorf Kiénou ausgebaut. Heute sind alle Klassen mit korrekten Tischen und Bänken ausgerüstet. Zudem hat Direktor Jean-Pierre aus den Kartons, in denen die dringend notwendigen Schulbücher geliefert wurden, in liebevoller Kleinarbeit eine winzige Apotheke gebastelt. Er selbst gibt im Dorf Medikamente aus, macht Impfungen für Kleinkinder etc. Dies ist die erste medizinische Hilfe für das Dorf mit seinen ca. 2000 Einwohnern! In ihrer großen Freude haben die Lehrer auf das zerknitterte Packpapier der Pakete ihre Dankbarkeit für unsere Arbeit geschrieben und an der Wand befestigt. Die Fotos zeigen, wie primitiv dort noch alles ist, aber es ist ein riesiger Fortschritt und ein enormer Motivationsschub für unsere Freunde in Kiénou!

Büro von Direktor Jean-Pierre Die Bücherei von Kienou Die Apotheke von Kienou
Jean-Pierre impft Neu eingerichtete Klassen

Ich habe am Ende meines Aufenthaltes alles geprüft, alle Ausbildungen wiederholt, die Kontobücher vervollständigt, kleine Schäden repariert. Nach 17 Jahren intensiver Arbeit sehe ich, wie sehr die Bevölkerung von Gani-Dah und Umgebung die Augen geöffnet hat, den Erfolg der Kinder anerkennt, die Projekte schützt und verteidigt. Das Ausmaß an Dankbarkeit und Zuneigung kann ich nicht schildern. Wir haben die Ziele unseres Vereins mehr als erfüllt und können nun loslassen. Wir werden weiterhin Spenden annehmen für den Erhalt der Schulkantine, solange eine derartige Unsicherheit im Lande herrscht.

Ganie-Dah 2017

In der Jahreshauptversammlung 2017 werden wir die Modalitäten der Fortsetzung unserer Vereinsarbeit diskutieren und allen Freunden mitteilen.

2016

Wegen drohender Attentate von Islamisten aus dem Norden, wegen der Attacken der aufständischen Peul im ganzen Land und gefährlicher Banditengruppen, die das Vakuum nach dem Zusammenbruch staatlicher Autoritäten für räuberische Überfälle nutzen, war die Reise aus der Hauptstadt Richtung Gani-Dah auch in diesem Jahr gefährlich. Die wichtigsten Kreuzungen und Einrichtungen des Landes werden in der Region Mopti von Blauhelm-Soldaten geschützt. Sie haben meine Passagen mit dem Maschinengewehr geschützt. Aber ohne meinen "besten Freund", das Gewehr eines befreundeten Jägers, hätte ich mich in den ländlichen Bereichen doch sehr unsicher gefühlt. Besonders gewarnt haben mich die Freunde vor Motorrädern mit drei Personen darauf: Vorn der Chauffeur, in der Mitte der Mann mit dem Gewehr, hinten der Mann mit dem Sprengstoffgürtel – da habe ich mich so manches Mal hinter eine Hausecke oder einen Baum geworfen. Im Dorf hat mich meine Familie hinter einer Plane von UNHCR versteckt, um Attentätern kein Ziel zu bieten...

Umso erfolgreicher war der Aufenthalt in Gani-Dah: Das Wasserwerk über unserem Brunnen ist wider Erwarten doch gebaut worden! Unicef hat sich unserer langjährigen Anfragen und Bitten um Mithilfe angenommen. Erst kurz vor meiner Ankunft war es vollendet:

Dies löst das größte Problem der Bevölkerung, den Mangel an sauberem Wasser! Daraufhin habe ich all unsere Vorhaben für den Einsatz der Spendengelder umgeworfen und mit unserem Bauleiter neu geplant: Nun wird vorrangig eine Wasserleitung von der Zisterne aus bis zur Schule verlegt (210 m) und eine Zapfanlage aus Beton mit zwei Wasserhähnen auf dem Schulgelände installiert. Das löst auch für die Schule alle verbliebenen Schwierigkeiten: Trinkwasser für die Schüler während der Schulzeit, Wasser für die Hygiene und Bewässerung des Schulgartens, der jetzt schon wieder gut vorbereitet war für die Regenzeit.

Kaum zu glauben, was unsere Schulgarten-Initiative bei den Bauern von Gani-Dah ausgelöst hat: Seit dem letzten Jahr haben sie am Ufer des ca. 15 km entfernten Flüsschens Sourrou, einem Nebenfluss der Schwarzen Volta, Land urbar gemacht und Felder angelegt. Hier das erste Feld mit fast reifen Zwiebeln:

Im Wechsel arbeiten die Bauern jeden Tag hart, um die Bewässerung durch kleine Kanalsysteme zu garantieren – ein riesiger Fortschritt für das Dorf und seine Umgebung!

Ganz hervorragend funktioniert der neue Vorschulkindergarten: Nachdem mit größter Mühe per Frachtschiff und LKW die großen Spielgeräte durch den Zoll bis nach Gani-Dah gekommen und fachkundig montiert worden sind, ist alles vollständig installiert. Seit Februar 2015 schon arbeitet unsere Kindergärtnerin Tabita hingebungsvoll mit 27 Vorschulkindern, über deren Fähigkeiten sich die Grundschullehrer schon jetzt wundern: Buchstaben und Zahlen werden gelernt, die ersten französischen Sätze und Lieder auswendig zitiert, es wird gemalt und musiziert, Kasperle gespielt und in Spielzonen auf Matten gebaut, in der Kuschelecke mit den Plüschtieren und Puppen geknuddelt – Eltern, Kinder und Lehrer sind begeistert, das Dorf ist stolz, einen der wenigen Kindergärten in Mali zu besitzen! Wir haben jetzt kleine Bäume gepflanzt, um den Garten zu begrünen und Schatten zu schaffen. Jedes Kindergartenkind ist für einen Baum verantwortlich und gießt ihn täglich!

Wir sind so stolz auf die Frauen des Vereins Jigisɛmɛ in Gani-Dah! Der Ökumenische Arbeitskreis Dritte-Welt-Hilfe Krefeld hatte wieder einmal viel Geld gegeben, um die Selbstständigkeit der Frauen zu fördern. Die halbe Nacht haben wir diskutiert, um Einigkeit über die Verwendung des Geldes zu erzielen – es wird zur Erhöhung des Kapitals für Mikrofinanz im Dorf eingesetzt! Damit hat sich der Betrag für die Kreditvergabe an sinnvolle Projekte der Bauern so erhöht, dass wir von der ersten Bank von Gani-Dah sprechen können, die nach den Grundsätzen von Mohammed Yunus arbeitet, die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Frauen erhöht und den Bauern durch Kleinkredite bessere Anpassung an die Veränderungen des Klimawandels ermöglicht. Wir freuen uns, dass die jungen Frauen, die nach der Grundschulausbildung in Gani-Dah geblieben sind, jetzt schon eine Mehrheit in diesem Verein bilden. Ihre Fähigkeiten werden die Tätigkeiten des Vereins beleben!

Hauptanliegen unseres Partners in Sachsen-Anhalt, der Grundschule "Am Mühlberg" in Hohenthurm bei Landsberg, war es, diesmal mit dem jährlichen Afrika-Lauf die Nachbarschule von Gani-Dah, die noch kaum ausgebaut ist, großzügig zu unterstützen. 4 km ist die Schule von Kiénou entfernt, wir sind enge Partner, die Lehrer bereiten sich in unserer Bibliothek vor, wir feiern Fußballturniere zusammen … Es gab so gut wie nichts in dieser Schule, die meisten Tische sind Bretter auf Lehmbrocken aufgebockt – überglücklich waren der Direktor und seine beiden Lehrkräfte für die 6 Schulklassen! Akribisch haben Eltern- und Schülerrat und die Lehrer aufgeschrieben, was für 1.500 € alles angeschafft werden kann: ausreichend Tische, Stühle, Hefte, Stifte, Materialien jeder Art und Bücher für alle Klassen, und von einer verbliebenen Summe hat der Direktor in seinem Büro eine kleine Gesundheitsstation für die Schule und das ganze Dorf einrichten können! Die Dankbarkeit des Dorfes lässt sich gar nicht schildern...

Die übrigen Projekte habe ich in sehr gutem Zustand vorgefunden. Die Bibliothek ist durch unsere Freunde der Gruppe Milomali aus Le Raincy/Frankreich erneut aufgefüllt worden, sie ist sauber und frei von Termiten, was in der Regenzeit intensive tägliche Reinigung bedeutet... Sie macht nun ihrem Namen alle Ehre: Die verfügbaren Werke von Amadou Hampâté Bâ sind vorhanden!

Unsere Brillensammlung wird hervorragend von Pfleger Souleimane geführt. So gut wie alle Bewohner von Gani-Dah, die Hilfe brauchen, lassen inzwischen die Sehstärke professionell in der Kreisstadt Bankass bei einem Optiker im Krankenhaus prüfen und kehren zurück mit einer Anweisung für eine Brille – sie kosten in der Stadt etwa 50 €, unbezahlbar! Der Pfleger gibt dann in unserer Station kostenlos die passende Brille aus. Nur ein alter Bauer hat noch unseren Test mit den optischen Zeichen gemacht, er hatte kein Geld für das Fahrzeug. Auch ihm konnte geholfen werden!

Unsere Patenschaften waren über all die Jahre ein riesiger Erfolg! Zahlreiche Kinder konnten in Ruhe zur Schule gehen, die sonst niemals eine Chance gehabt hätten. Wir haben den Eltern den Anstoß gegeben, jedes Kind unabhängig von seiner sozialen Situation in die Schule zu schicken – das waren zahllose Gespräche in den ersten Jahren und dann die Erfolge der Kinder, die die Eltern überzeugt haben, dass die Zukunft in Bildung und Ausbildung liegt. Im Sommer letzten Jahres hat der erste Jahrgang Klasse 9 die Prüfungen für das DEF, den qualifizierten Schulabschluss der Grundbildung, absolviert – ALLE Schüler haben bestanden, das ist einmalig in der ganzen Region! Und nicht nur das: Etliche ehemalige Schüler sind nun in Ausbildung bzw. im Studium! Den Patenkindern in der Grundschule und der Sekundarstufe geht es durchweg gut. Sie haben sich wie immer über die Briefe ihrer Pateneltern sehr gefreut! Da sind richtige Freundschaften unter den Kindern der Familien entstanden! Unsere Initiative hat ihren Zweck, die Einsicht in die Notwendigkeit von Schulausbildung, vollkommen erfüllt.

Da die Situation der Flüchtlinge im Norden von Mali immer noch sehr angespannt ist, hat sich das World Food Program von der Führung der Schulkantinen in der Gegend von Gani-Dah zurückgezogen. Das restliche Geld unserer Spendensumme habe ich daher für die Schulkantine gegeben. Bis zu den Sommerferien wird es reichen, um besonders den auswärtigen Schülern täglich eine Mahlzeit mit den Solarkochern zuzubereiten. Danach müssen wir weitersehen... Der Abschied von Mali fällt wie immer schwer...

Mit dem Bau der Wasserleitung auf das Schulgelände haben wir über 16 Jahre konsequenter Arbeit die Ziele unserer Vereinssatzung mehr als erfüllt! Die grundsätzlichen Probleme der Region sind alle netzwerkartig angegangen worden. Die Bevölkerung ist glücklich über die Projekte und fühlt sich für alle Maßnahmen und Objekte verantwortlich. Etliche Bewohner sind ausgebildet worden, um Sicherheit und Erhaltung der Objekte zu gewährleisten. Unsere Projekte haben etliche wichtige Initiativen bei der Dorfbevölkerung ausgelöst, die geeignet sind, sie auf eigene Füße zu stellen und die Lebensumstände deutlich zu verbessern. In der Jahresmitgliederversammlung 2016 im Juni werden wir beschließen, in welcher Form die Projekte des Vereins weitergeführt werden.

2015

Die Lage in Mali scheint heute sicherer. Alle politischen Gruppierungen des Nordens wie der Zentralregierung haben sich vor Monaten schon zu schwierigen Verhandlungen in Algier/Algerien zusammengefunden, um einen Friedensplan zu verhandeln. Es herrscht die angespannte Ruhe der Unsicherheit: Noch sind keine Touristen im Lande, das größte Hotel von Bamako ist zum Hauptquartier der MINUSMA geworden, der "United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission" in Mali; man sieht keine Weißen außerhalb der Hauptstadt … Auch war die letzte Ernte nicht gut, es gibt keine Arbeitsplätze, die Not ist groß, vielfach macht sich Resignation breit - auch aus Mali versuchen viele Flüchtlinge den Weg über das Mittelmeer zu schaffen. Zwei Tage nach meiner Rückkehr gab es in meinem Viertel ein Attentat mit drei toten Weißen ...

Umso größer war die Freude in Gani-Dah über mein erneutes Erscheinen! Wichtigste Aufgabe war, den Vorschulkindergarten einzurichten, eine Kindergärtnerin zu finden und sie auszubilden. Über große Sammlungen engagierter Eltern verschiedener Schulen und etlicher Arbeitsgruppen war eine Menge sehr guter Spielsachen und geeignetes didaktisches Spielzeug zusammengekommen und mit Hilfe eines Freundes über Land nach Mali transportiert worden.

Sehr viel schwieriger war es, den Transport der großen Spielgeräte für das Außengelände zu organisieren! Nach Monaten vielfältiger Versuche ergab sich der Transport mit LKW, Containerschiff nach Dakar und LKW nach Bamako. Dann galt es die zahlreichen Zollformalitäten beizubringen – kurz: Jetzt, Ende Mai, ist die Ladung freigegeben und kann Richtung Gani-Dah transportiert werden, wo die Geräte von unserem bewährten Bauleiter Kassim Coulibaly in nächster Zeit auf dem Gelände montiert werden! Dann erst ist alles fertig ...

Das Gebaeude Das Gelaende

Aber schon die Einrichtung des Gebäudes mit dem Inhalt der 22 Umzugskartons und die Ausbildung von Tabita Togo, unserer Leiterin des Vorschulkindergartens, hat die Bevölkerung von Gani-Dah in große Spannung versetzt – und so haben wir eine sensationelle Eröffnungsfeier veranstalten können! Männer und Frauen, die solches Spielzeug noch nie gesehen haben, hockten auf den Knien und spielten … und wenn jemand ein kleines Puzzle geschafft hatte, gab es Triumphgeheul!

Der neue Direktor der Grundschule Der gesamte Schulkomplex ist fertig
Der neue Direktor der Grundschule Der gesamte Schulkomplex ist fertig
Der neue Direktor der Grundschule Der gesamte Schulkomplex ist fertig
Eroeffnung Alles spielt

Alle freuen sich auf die offizielle Eröffnung der Vorschule durch die Behörden zum neuen Schuljahr im September! Dann wird auch der Spielplatz im Garten fertig sein …

Neben dieser Arbeit an Einrichtung und Ausbildung wurden die Brillensammlung ergänzt, viele Fehlsichtige mit passenden Brillen ausgestattet, die 50 Patenkinder betreut, die neue Entbindungsstation eingerichtet, die erneute Medikamentenspende von action medeor aufgenommen und verteilt, das Pflegepersonal an den mitgebrachten Blutdruckmessgeräten und modernen Thermometern ausgebildet. Alle Geräte wurden überprüft und repariert.

Patenkind Patenkind

Die Bibliothek konnte erneut mit ca. 50 Büchern aufgefüllt werden. Inzwischen ist staatlicherseits die Bibliothek überprüft, für sehr gut befunden und in das nationale Register aufgenommen worden – die Bevölkerung ist so stolz!

Bibliothek

Der Innenhof des Schulgeländes ist sorgfältig vorbereitet für die Aussaat im Juni – hoffen wir, dass die Regenfälle in diesem Jahr regelmäßiger kommen und die Ernte des Schulgartens diesmal besser ausfällt!

Vorbereiteter Schulgarten

Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass die Lehrer gegenüber unserem Schulgelände eine sogenannte passerelle eingerichtet haben – eine Schule für die Kinder im Grundschulalter, die nie zur Schule gegangen sind bzw. die Schullaufbahn abgebrochen haben. Ein Jahr lang werden die Kinder dort auf Schule vorbereitet. Bestehen sie diese Vorbereitung, werden sie ins 3. Schuljahr unserer Schule übernommen – eine sinnvolle Maßnahme für die Zukunft dieser Kinder!

Passerelle Passerelle Passerelle

Wieder haben wir viel erreicht! Die erste Gruppe von 30 Vorschulkindern ist ausgewählt und wartet … Mit der Fertigstellung des ummauerten Bildungskomplexes von Gani-Dah – Vorschulkindergarten, Grundschule, Sekundarstufe und Bibliothek – haben wir unsere Vereinssatzung erfüllt – weitere Aktivitäten sind zu diskutieren!

Bildungskomplex

Letzte Meldung, 18. 6.: Die Montage der zwei Außenspielgeräte für das Kindergartengelände ist fertig! Nach 9 Monaten Arbeit ist jetzt der Schulkomplex in Gani-Dah wirklich vollendet!

Kindergarten: Drehkreisel Kindergarten: Schaukel

2014

Das Dorf Gani-Dah im Jahre 2 des Militärputsches und der kriegerischen Unruhen: etliche geflohene Familien, eine ähnlich schlechte Ernte wie in 2012, gefährliche Unruhen durch brutale Überfälle von Banditen und marodierende Gendarmen, Misstrauen gegenüber Fremden, miserable Wirtschaftslage, Erschöpfung und Resignation - das ist die Lage. Und da weckt die einzige Weiße, die für knapp 2 Monate in diese abgelegene Gegend zurückkommt, um nach einem Jahr Pause trotz eines gewissen Risikos die Projekte fortzusetzen, große Hoffnung und Initiative!

Mageres Angebot auf dem Markt

Vieles hat sich in der Zwischenzeit geändert: Im Gemeindeort Sokoura ist von der neuen Regierung in Bamako ein CAP (Centre d'Animation Pédagogique) als regionale Bildungsbehörde eingerichtet worden, die der Kontrolle aller Bildungseinrichtungen der Region und der Fortbildung der Lehrer dient. Unser Direktor Haidara ist Ressortleiter für den Bereich Grundschule geworden. Der Schule in Gani-Dah ist daher ein neuer Direktor zugewiesen worden. Herr Emmanuel Togo ist sofort bereit gewesen, in Zukunft unsere Projektarbeit in der Schule und der Bibliothek während unserer Abwesenheit zu leiten. Regionale Kontrolle und Fortbildung durch das CAP kommt unseren Bemühungen in Gani-Dah sehr zugute, Herr Haidara kennt die Verhältnisse genau. Er bleibt Mitglied im Vorstand des örtlichen Vereins Banikono und hat weiterhin Zugang zu unserem Konto in Mopti. So erscheint uns unsere Investition in einen umfassenden Bildungskomplex in Gani-Dah dauerhaft in besten Händen!

Der neue Direktor der GrundschuleDer gesamte Schulkomplex ist fertig

Die 2010 gebaute Grundschule läuft – gemessen an malischen Verhältnissen – gut. Derzeit sind 246 Kinder in der Grundschule, davon 110 Mädchen, und 104 Jugendliche besuchen die Sekundarstufe I (Second Cycle, Klassen 7 - 9), die derzeit noch in zwei Räumen und einem Hangar in der alten Grundschule untergebracht ist, bis der Staat Mali ein eigenes Gebäude bauen kann. In diesem Sommer werden die ersten Grundschüler, unter denen ein gewichtiger Anteil von deutschen Paten gefördert wird, ihren Abschluss machen: DEF, das Diplôme d’Education Fondamentale, mit dem sie alle Chancen auf den Besuch eines Gymnasiums oder einer Ausbildungsstätte haben – ein großer Fortschritt für Gani-Dah!

Die Schulkantine, die wir seit 2006 geführt haben, ist in diesem Schuljahr 2013/2014 vom PAM (Programme Alimentaire Mondial) übernommen worden. Die Solarkocher – wie auch die Lampen – werden weiterhin genutzt. Das PAM hat in Gani-Dah neben dem Gesundheitszentrum ein hochgesichertes kleines Gebäude gebaut, in dem die Nahrungsmittelspenden für das Dorf, Reis, Mais und Hirse, gelagert werden.

Lager der WelthungerhilfeSchulkantine im WelthungerprogrammSchulkantine im Welthungerprogramm

Einige Lehrer sind neu in Gani-Dah, sie sind nach ausführlicher Information über unsere Projekte sehr engagiert bei der Arbeit. Wir konnten die erste Grundschullehrerin begrüßen, die in diesem Schuljahr ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie wird sich besonders um die Belange der Schülerinnen kümmern können – damit ist für uns ein wichtiges pädagogisches Ziel erreicht! Noch immer fehlen zwei Lehrkräfte für die Grundschule – aber das ist angesichts der Lage des Landes nicht erstaunlich. Der Schule von Gani-Dah geht es – laut Auskunft des CAP – sehr viel besser als den meisten Schulen des Landes!

Das Lehrerkollegium

Die Bibliothek ist grundgereinigt und mit vielen neuen Büchern für Lehrer und Schüler und mit neuen Metallregalen – ungenießbar für die Termiten! – ausgestattet worden. Die Lehrer sind begeistert von Lexika und kindgerechten Lehrbüchern für Geschichte, Geographie und Naturwissenschaften. Wir danken unseren Freunden von Milomali in Le Raincy bei Paris für ihre treue Unterstützung unserer Projekte!

Die Bibliothek

Das CeScom (Centre de Santé communal), unsere Gesundheitsstation, konnte im Bereich der Apotheke und der Brillensammlung erweitert werden. Wir haben action medeor um eine neue Medikamentensendung gebeten, um die Apotheke nach den Zeiten schwerer Infektionen und Mangelernährung in Gani-Dah wieder aufzufüllen. Pfleger Soulo kümmert sich hingebungsvoll um Vorsorge und Therapie der ganzen Bevölkerung. Wir haben bei etlichen Impfaktionen geholfen. In aufreibender Arbeit ist die von Termiten stark angefressene Brillensammlung gereinigt und neu geordnet worden. Nach anstrengender Reise durch das Land konnte ein Metallschrank hergestellt und nach Gani-Dah transportiert werden, der die Sammlung von ca. 1000 Brillen langfristig schützen wird. Wir danken unseren langjährigen Spendern in den Stationen des Marien-Hospitals in Mülheim/Ruhr. Wir haben wieder zahlreichen Menschen mit passenden Brillen helfen können! Mehrfach vorhandene Maße aus den neuen Paketsendungen der Universität Landau und den Optikern der Region haben wir an die Gemeinde Sokoura weitergegeben und dort eine eigene kleine Brillenstation eingerichtet. Der dortige Pfleger ist für die Tests ausgebildet. Wir danken allen beteiligten Optikern und Universitätsangehörigen!

Vorsorge und Behandlung Brillensammlung perfekt geschützt vor Termiten Die Brillensammlung erneuert

Den jetzt 51 Patenkindern deutscher Eltern geht es gut. Sie haben sich so über meine Rückkehr gefreut! Mit Begeisterung haben sie Briefe an ihre Freunde in deutschen Grundschulen geschrieben. Da einige dieser Kinder nach der Flucht der Familien nicht wieder zur Schule zurückgekehrt sind, wurden an ihrer Stelle neue, besonders bedürftige Kinder eingesetzt. Mit großem Engagement haben die deutschen Pateneltern für zwei Jahre Beitrag geleistet, um die in den Unruhen entstandenen Mängel ausgleichen zu können ...

Unsere Patenkinder grüßen

Kern der diesjährigen Projektarbeit war der Bau eines Vorschulkindergartens in Gani-Dah für die Kinder von 5 Jahren bis zur Einschulung. Nach der Klärung der amtlichen Vorgaben (Überschreibung meines Grundstücks in Gani-Dah, Genehmigung einer von der Kommune bezahlten Kindergärtnerin etc.) wurde der Bau, gut vorbereitet mit unserem beim Schulbau bewährten Bauleiter Kassim Coulibaly, mit Hilfe etlicher Männer aus dem Dorf in 8 Wochen fertiggestellt. Die Einrichtung mit Bänken, Tischen, Tafel und Metallschrank ist fertig. Die Dorfbewohner waren begeistert und haben ein Fußballturnier der Schüler, der Lehrer und der Dorfbewohner organisiert. Nach meiner Rückkehr Ende März habe ich all unsere Projektpartner an deutschen Schulen gebeten, geeignetes Spielzeug zu sammeln. Lernmittel werden gesondert gekauft. Die gesamte Sammlung wird im September mit dem Lastwagen eines Freundes nach Gani-Dah überführt. Anfang Oktober zum Schuljahrsbeginn wird unser Kindergarten von den Behörden offiziell eingeweiht. Alle Beteiligten sind sehr stolz: Es ist der erste Kindergarten der gesamten Region!

Baubeginn Der Bau geht schnell voran
Der Kindergarten ist fertig Begeistert wie Profis

Nach intensiven Gesprächen mit allen Gruppen der Bevölkerung, den Männern, den Frauen, den Lehrern ist deutlich geworden: Die Region ist stark von Klimaveränderungen betroffen. Die Regenzeit ist kürzer und unregelmäßiger geworden, Hitze und Staub haben zugenommen, die Bauern haben kaum die Mittel, sich durch den Kauf angepasster Sämereien und neuer Agrartechnik den Veränderungen zu stellen. Das Problem der Wasserversorgung ist vorrangig! Nach Verhandlungen mit der regionalen Arbeitsstelle von World Vision in Sokoura konnte vereinbart werden, gemeinsam in 2015 ein Wasserwerk über unserem Brunnen zu planen und zu bauen. Die Trinkwasserversorgung wird verbessert und der Schulgarten kann dann über eine Wasserleitung bewässert werden.

Versammlung der Frauen Lehrerkonferenz vor der Hütte

Neben all diesen Fortschritten in den Projekten – das Entscheidende ist, wie immer, das Vertrauen der Menschen von Gani-Dah, eine Freundschaft, die für uns alle den Horizont erweitert!

2013

Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen im Norden Malis und die politischen Unruhen im ganzen Land wie in den Nachbarländern seit März 2012 war eine Fortsetzung unserer Projekte im Jahr 2013 nicht möglich, weil viel zu gefährlich. Gottseidank sind unsere Projektanlagen nicht zerstört worden. Wir haben nun beschlossen, ab Februar 2014 unsere Arbeit fortzusetzen und mit dem Bau eines Schulkindergartens, der Einrichtung von Alphabetisierungskursen für Erwachsene und von Ausbildungsstipendien für die besten Absolventen des 2nd Cycle (Sekundarstufe I) die Vereinsziele der Förderung von Grundbildung und Ausbildung in der Region von Gani-Dah zu vervollständigen.

Februar / März 2012

Mit einer großen Feier in Anwesenheit von hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen des Kreises und vieler Gäste aus den umliegenden Dörfern ist Mitte Februar der neue Schulkomplex in Gani-Dah offiziell eingeweiht worden. Die Reden der Honoratioren, Reiterspiele, Tänze der Jäger und der Frauen und Musik mit den alten Instrumenten der Umgebung gaben der Veranstaltung einen grandiosen Rahmen. Die Leistung von Gani-Dah e.V. für die Entwicklung des Dorfes und seiner weiteren Umgebung ist in den zahlreichen Grußworten gewürdigt worden.

Die kommunale Gesundheitsstation, die Bibliothek, die neue Grundschule und die renovierte alte Grundschule sind damit ihrer Bestimmung übergeben. Alle Gebäude haben die Bewunderung der Gäste hervorgerufen. Auch die Frauen haben in kleinen Gruppen ihre Schwellenangst überwunden und haben mit großem Interesse in den Büchern geblättert. Noch nie haben sie in einem Atlas den Kontinent und ihr Heimatland dargestellt gesehen! Allgemein bewundert wurden die neuen Klassen mit den Tischen für moderne Gruppenarbeit.

Da eine neue Schule gebaut worden ist, hat die staatliche Behörde dem Dorf im letzten Oktober auch die Sekundarstufe I zugewiesen - ein riesiger Fortschritt für die ganze Gegend! Jetzt können die Kinder von Gani-Dah und der weiteren Umgebung ihre gesamte Schullaufbahn im Ort durchlaufen. Die Dorfbewohner sind sehr stolz!

Wir haben mit dem Ankauf eines Motorpflugs, der mit drei Geräten für die Bearbeitung des steinharten Bodens zu jeder Jahreszeit ausgerüstet ist, die Einrichtung der Schulgärten eingeleitet. Die Bauern sind unglaublich stolz auf diese Errungenschaft, die die Knochenarbeit mit der einfachen Hacke so sehr erleichtern kann! Der Motorpflug kann an alle Bauern des Dorfes gegen eine Gebühr verliehen werden - so könnte sich unser Projektverein Banikono eines Tages die Kosten für die Schulkantine selbst erwirtschaften.

Auch dieses Mal bin ich mit zwei Studentinnen der Universität Landau nach Gani-Dah gekommen. Marie hat ihr Praktikum in der Schule absolviert und in allen Klassen arbeiten können. Tanja hat die Bibliothek fertig eingerichtet, einen Katalog erstellt und die Eröffnung für die Schüler und Lehrer eingeleitet. Sie hat eine Mädchenfußballmannschaft eingerichtet, die mit den aus meinem Heimatort gespendeten Trikots und Bällen mit Begeisterung gelernt und erfolgreich ein kleines Turnier gegen die Mannschaft der Nachbarschule durchgestanden hat.

Mit Hilfe der Studentinnen sind erfolgreich die Brillenaktionen weitergeführt worden. Vielen Menschen konnte mit einer von Optikern aus Landau und Umgebung restaurierten Brille geholfen werden.

Eine weitere Müllsammelaktion hat das Bewusstsein für den Schutz der Natur insbesondere vor Plastikprodukten geschärft. Impfaktionen waren für die Studentinnen eine besondere Erfahrung.

Die Eröffnung der Bibliothek für Schüler und Lehrer war ein anrührendes Erlebnis. Die Schüler sollen ihre Bibliothek selbst leiten, und so haben wir Teams des 5. und 6. Schuljahrs am Katalog und an den Regalen eingewiesen und sie haben ihre Aufgabe sehr ernst genommen. Am ersten Tag der Eröffnung sind Schülerinnen, Schüler und etliche Lehrer gekommen und haben mit hoher Konzentration - manch einer noch mit dem Finger unter den Worten - stundenlang ohne Unterbrechung gelesen... Natürlich müssen wir noch sehr viele Bücher anschaffen, um die Regale wirklich zu füllen - Aufgabe der nächsten Jahre!

Die Schulkantine mit jetzt fünf Solarkochern arbeitet regelmäßig mit Müttern, z.T. ehemaligen Schülerinnen der Schule.

Wir haben neue Solarlampen mitgebracht, so dass ab sofort abends in den Klassenräumen die Alphabetisierungskurse beginnen können. Einer der Grundschullehrer wird die Kurse leiten. Es gibt schon eine lange Liste von Interessenten, Männern wie Frauen.

Den mittlerweise 49 von deutschen Eltern betreuten mittellosen Schulkindern in Patenschaften geht es durchweg gut. Sie sind gesund, sie gehen regelmäßig zur Schule und haben zum Teil erstaunliche Leistungsschübe hinter sich... Aber auch dann, wenn ein Kind ein Schuljahr mal nicht schafft, ist ein Wiederholungsjahr garantiert. Die Pateneltern haben sich schon überwiegend bereit erklärt, die Förderung auch für die neue eingerichtete Sekundarstufe I fortzuführen.

Wir danken action medeor e.V. aus Tönisvorst, die uns wieder einmal mit einer großzügigen Medikamentenspende versorgt hat. Hunderten von Kindern und Erwachsenen konnte geholfen werden. Pfleger Souleymane führt akribisch Buch über die Ausgabe der Heilmittel...

Wir haben mit Lehrern und Dorfbewohnern Perspektiven für 2013 diskutiert:

  • Die Lehrer wünschen sich die Einrichtung einer Vorschule, in der die Kleinen auf das Leben und Lernen in der Schule vorbereitet werden können. Ein Grundstück ist vorhanden.
  • Wenn die Schullaufbahn mit der Sekundarstufe I jetzt im Ort absolviert werden kann, müsste man an eine Ausbildungsstätte für die Jugendlichen denken, damit sie eine Zukunft im Ort haben und das Land nicht wie so viele andere verlassen müssen. Wir denken an eine Werkstatt für Solarlampen und Solarkocher, die heiß begehrt sind in der Gegend...

So erfolgreich unser Projektaufenthalt in Gani-Dah auch war - es gab ein Ende mit Schrecken, denn Tanja, Marie und ich sind bei der Rückkehr in die Hauptstadt Bamako in den Staatsstreich des Militärs geraten. Tagelang wurde mit Gewehren und schwerem Geschütz auch in unserem Viertel gekämpft. Der Wagen der Nonnen in unserer Missionsstation ist zerschossen worden... Wir haben am Abend vor der drohenden Schließung der Grenzen und des Flughafen noch das Land verlassen können.

Die Lage in Mali ist sehr gefährlich, ein Bürgerkrieg droht. Wir hoffen, dass unsere Projekte in Gani-Dah von Unruhen verschont bleiben! Für die weitere Planung in 2013 müssen wir die Entwicklung abwarten...

2011

Es ist vollbracht! Das Projekt ist vollendet mit dem Bau einer 450 m langen und 1,40 m hohen Mauer um das gesamte Gelände. Diese Mauer schützt die Bauten in der Regenzeit vor den Strömen des über die Ufer tretenden Nebenarms der Schwarzen Volta und vor den gefräßigen Tieren, die alle Neuanpflanzungen vernichten würden. Alle Bauten sind dem örtlichen Verein Banikono übergeben worden.

Anfang Oktober sind die drei Klassen im neuen Schulgebäude bezogen worden - Lehrer, Schüler und Eltern sind sehr stolz! Das alte Gebäude ist wie neu, die Bibliothek hat Begeisterung ausgelöst. Mit einer Vereinssitzung von Banikono und einer Einführung der 4.-6. Schuljahre ist sie eröffnet worden. Durch eine Ummauerung ist unser Brunnen nun vor Sandverwehungen geschützt.

Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen haben wir unsere laufenden Projekte nicht vernachlässigt: Weitere Bücher, Solarlampen und Solarkocher mit Töpfen wurden angeschafft, die Schulkantine wurde finanziert, die Zahl der Patenschaften erweitert auf jetzt 46 Kinder. Unser Pfleger Hassana - bester Studierender seiner Fachschule in Bamako - hat gerade mit Abschluss der Prüfungen sein Diplom erworben und wird im Herbst in Gani-Dah die Leitung der kommunalen Gesundheitsstation übernehmen. Noch einmal sind die Brillenstationen erweitert worden. Der Zulauf in den Stationen von Gani-Dah und Sokoura ist enorm.

Da wir jetzt ein geschütztes Gelände haben, werden wir im nächsten Jahr mit der Anlage der Schulgärten beginnen. Der Boden muss vorbereitet, die Wasserversorgung gesichert werden. Mit geeignetem Unterrichtsmaterial wird diese Arbeit Teil der Ausbildung der Schulkinder sein, damit sie sich an den ökologischen Anbau von Gemüse und die Nutzung der Solarenergie gewöhnen.

Aber zunächst planen wir für Anfang 2012 ein erstes Kulturfestival für Gani-Dah und seine ganze Umgebung: Mit Theaterstücken, Rezitationen, Tanz und Gesang und einem Fußballturnier unter allen umliegenden Schulen werden Bibliothek und Schule zünftig eingeweiht!

2010

Die neue Schule Die neue Bibliothek 2010 war unser bisher größtes Jahr in Gani-Dah: Wir haben mit einem sehr zuverlässigen Unternehmen eine Schule und eine Dorfbibliothek gebaut, wir haben die marode alte Schule grundrenoviert und den Brunnen mit einer Mauer gegen Sand geschützt.

Jetzt hat jede Klasse einen eigenen Raum, das halbiert schon fast die Schülerzahlen pro Klasse. Wir haben Bücher, Solarlampen und weitere Solarkocher angeschafft, um die wachsende Schülerzahl zu versorgen. Wir haben die Klassenräume mit Möbeln eingerichtet, die eine moderne Pädagogik wie etwa Gruppenarbeit ermöglichen.

Die Bibliothek soll in den nächsten Jahren mit Büchern, Ausstellungen und Aufführungen aller Art für die ganze Umgebung zu einem Kulturzentrum ausgebaut werden.

Unsere Preisträger beim Wettbewerb Die Arbeit an der Grundschule von Gani-Dah hat große Erfolge gezeitigt: Sie ist jetzt von den Abschlussprüfungen der Schüler her die drittbeste Schule des Bezirks. Bei einem Wettbewerb unter über 300 Schülern der Region haben die Schüler von Gani-Dah ausgezeichnete Leistungen erbracht. Wir sind sehr stolz, denn das ist das Ergebnis unserer Arbeit!

Den Neubau eines so großen Schulgebäudes konnten wir nur stemmen mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Wir danken für die Unterstützung dieses Projekts mit 75 % der Kosten für Bau und Ein-richtung.

Unsere Patenkinder entwickeln sich gut Um möglichst allen Kindern den Besuch der Schule zu ermöglichen, haben wir uns um die Erweiterung der Patenschaften bemüht. 41 Kinder haben jetzt schon deutsche Paten gefunden, die ihnen mit 120,00 € im Jahr den Schulbesuch garantieren.

Unser Pfleger Hassana Tolofoudiá ist im letzten Jahr seiner Ausbildung in Bamako. Im Herbst 2011 wird er seinen Dienst als diplomierter Krankenpfleger in Gani-Dah antreten. Er ist so stolz - er ist jetzt der beste Schüler der Ausbildungsschule!

Brillen helfen vielen Menschen Wir haben unsere Brillenaktionen durch das Engagement der Universität Landau und der Optiker der ganzen Umgebung fortsetzen und entscheidend erweitern können durch die Einrichtung einer zweiten Brillenstation in der Gemeinde Sokoura. Wir haben so vielen Menschen damit helfen können! Wir werden diese Aktionen konsequent fortführen.

Die Frauen von Jigiseme haben mit ihrer Hirsemühle einen ungeheuren Erfolg gehabt. Sie haben aus eigenen Mitteln Betrieb und Wartung der Maschine finanzieren können, haben zwei Arbeitsplätze für Mechaniker eingerichtet und eine zweite Maschine gekauft. 29 Frauen sind jetzt schon der Mikrofinanz angeschlossen! Wir planen die Einrichtung einer Mikrofinanz-Dorfbank, um diese Aktivitäten auf eigene Füße zu stellen.

Die Frauen und etliche Männer von Banikono wollen nun endlich auch lesen und schreiben lernen. Sie haben gesehen, dass man planen und abrechnen muss. Im neuen Jahr wollen wir einen ersten Alphabetisierungskurs in der neuen Schule einrichten!

Diese Männer haben wochenlang hingebungsvoll bei über 50° Hitze beim Bau der Schule mitgeholfen. Sie sind stolz - sie haben "ihre" Schule gebaut!

Im neuen Jahr müssen wir eine Mauer um das gesamte Gelände bauen, damit wir geschützte Gemüsegärten anlegen können. Dafür brauchen wir jede Hilfe!

2009

  • Gegen Ende des Jahres wurde der Kontakt zur Universität Landau gefestigt und ausgebaut. Das Engagement der beteiligten Institute und Mitarbeiter ist grandios! Auch haben sich unter der Federführung des Optikers Marz wieder etliche Optiker aus Landau und Neustadt/Weinstraße verpflichtet, in 2010 das Projekt fortzusetzen, indem sie wieder Brillen sammeln, reparieren, vermessen und nach Gani-Dah schicken. Die örtliche Presse und überregionale Medien begleiten das Projekt mit Sympathie (Artikel aus "Pfälzer Tageblatt"). Studenten, die an einem Auslandspraktikum in Gani-Dah interessiert sind, wurden informiert. Wir hoffen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und danken allen Beteiligten für ihren Einsatz! Pfleger
  • Pfleger Hassana Tolofoudié folgt mit Begeisterung und sehr erfolgreich der Ausbildung zum diplomierten Krankenpfleger im staatlich anerkannten Institut "L'Apothéose" in Bamako. Die Freunde im St-Marien-Hospital in Mülheim/Ruhr haben mit einer kleinen Ausstellung im Foyer für Spenden geworben. Sie haben die Kosten für das erste Ausbildungsjahr für Hassana übernommen. Herzlichen Dank! Banikono
  • Im Februar wurde der Verein "Banikono" in Gani-Dah mit eigenem Konto bei der BIM in Mopti gegründet. Schritt für Schritt werden in den nächsten Jahren alle Projekte in die Hand der Dorfbewohner übertragen.

Oumar Soumaila
  • Die Patenschaften des letzten Jahres wurden kontrolliert und die Kinder für die neuen Paten ausgewählt. Das Fördergeld ist vollständig den Kindern zugute gekommen und ausnahmslos korrekt verwaltet worden. Die Kinder des letzten Jahres sind gesund und fröhlich! 25 bedürftigen Kindern werden jetzt der Zugang zur Schule, ärztliche Behandlung, Kleidung und wichtige Anschaffungen wie etwa ein Fahrrad garantiert.
  • Für die Schule wurden Bücher und Materialien im Wert von 500,00 € angeschafft.
  • In jeder Klasse wurden eine Unterrichtsreihe zum Thema Schutz der Umwelt abgehalten und Aktionen zur Vermeidung von Plastikmüll vorbereitet.
Hirsemühle
  • Der Einsatz der Solarlampen und Solarkocher im Dorf ist vorbildlich. Besonders beeindruckend ist die Nutzung der Lampen nach Sonnenuntergang durch Schüler, die in Kleingruppen bis etwa 22 Uhr für die Schule lernen. So etwas glaubt hier niemand, der es nicht gesehen hat...
  • Einen besonderen Erfolg können die Frauen des Vereins "Jigiseme" melden. 3 Frauen erfüllten schon im letzten Jahr die Bedingungen für Kredite der Mikrofinanzierung, jetzt sind es 29 Frauen, die ein Konzept für die geschäftliche Verwertung der von uns installierten Hirsemühle entwickelt haben. Die Hirsemühle hat regelmäßig Gewinn abgeworfen, so dass Reparaturen, Brennstoff und ein fester Arbeitsplatz für einen Mechaniker aus eigener Kraft finanziert werden können. Zudem konnten die Frauen mit staatlicher Unterstützung eine zweite Maschine anschaffen. Die ersten Frauen haben Kurse in Alphabetisierung belegt. Alle Frauen von "Jigiseme" wünschen sich von uns die Fortsetzung der Alphabetisierung in der Schule von Gani-Dah!
  • Der Bau eines neuen Schulgebäudes neben der bisherigen Grundschule ist fertig geplant und vorbereitet. Mit drei neuen Klassenräumen können jedes Jahr die Schulanfänger aufgenommen werden. Die Klassengrößen können so halbiert werden. Wir hoffen nach dem Besuch des Vorbereitungskurses bei bengo in Stuttgart auf die Projektförderung durch das BMZ! Im Januar 2010 wollen wir mit dem Bau beginnen.
Lisa und Natascha Konferenz
  • Planung und Vorbereitung einer kleinen Bibliothek als dem Zentrum des Dorfes für Aktivitäten aller Art sind abgeschlossen. Unsere französischen Freunde von "Milomali" werden ihr Bestes tun, uns finanziell zu helfen. Toll, wenn uns dieser Bau direkt im Anschluss an den Schulbau Anfang 2010 gelingen würde!
Sehtest Sehtest
  • Im Februar und März 2009 haben zwei Studentinnen der Pädagogik der Universität Landau ein Auslandspraktikum von 6 Wochen an der Schule von Gani-Dah gemacht. Das war eine reiche Erfahrung für beide Seiten! In pädagogischen Konferenzen wurden Methoden ausgetauscht und im Unterricht ausprobiert. Lisa und Natascha haben reichlich Material für ihre Examensarbeiten über einen Vergleich der Schulsysteme gewonnen.
  • Lisa und Natascha haben mit Hilfe von Studenten und Dozenten der Universität und großzügiger Optiker aus Landau und Umgebung über 800 Brillen gesammelt und nach Gani-Dah geschickt. Nach dem Unterricht in der Schule haben wir jeden Tag für die Bevölkerung von Gani-Dah und der weiteren Umgebung anhand von Tests eine Augenprüfung vorgenommen und die passenden Brillen verteilt. Alle Schulkinder sind getestet worden. Die Aktion war ein ungeheurer Erfolg. Wir haben Hilfspfleger Soumaila so ausgebildet, dass er unsere Arbeit fortsetzen kann. Wir haben sehr vielen Menschen helfen können. Im nächsten Jahr soll daher die Aktion in der Umgebung fortgesetzt werden. Überall werden für uns schon wieder Brillen gesammelt...
  • action medeor in Tönisvorst hat nach unserem Abschlussbericht über die vergangene Aktion zugesagt, uns wieder mit den notwendigen Medikamenten für die Schulkinder zu versorgen. Wir danken herzlich!
  • Vielfältiger Austausch hat mit unseren Partnerschulen in Halle/Peißen, Grevenbroich, Krefeld-Hüls, Moers und Gani-Dah stattgefunden. Die Kinder sind glücklich über den Briefwechsel mit ihren Freunden. Mit Engagement planten die deutschen Schulkinder eine Fülle von Aktionen, um mit dem gespendeten Geld den Freunden in Gani-Dah helfen zu können.
  • In zahlreichen Vorträgen ist das Projekt Gani-Dah in Deutschland in den verschiedensten Zusammenhängen weiterhin bekannt gemacht worden. Insbesondere Berichte über den Einsatz der Solarenergie haben großes Interesse gefunden!

2008

Zweieinhalb Monate Aufenthalt in Mali haben im Frühjahr eine Fülle von aufwendigen Arbeiten und Planungen möglich gemacht.

Brunnen Solarkocher im Einsatz
  • Zunächst: Der Brunnen funktioniert einwandfrei, er liefert das beste Wasser der Gegend; die Schulkantine arbeitet regelmäßig, täglich kommen die zwei Solarkocher zum Einsatz, auch für abgekochtes Wasser, das in der Entbindungsstation nebenan gebraucht wird.
Hassana
  • action medeor e.V., das Medikamenten-Hilfswerk aus Tönisvorst, hat für die Versorgung der Kinder und zur Behandlung der regionaltypischen Krankheiten eine große Spende nach Gani-Dah geschickt. Pfleger Hassana hat die Medikamente mit Begeisterung in den neuen, noch ganz leeren Kühlschrank des kleinen Gesundheitszentrums eingeordnet. Gani-Dah dankt action medeor!
    → medeor.de
Solarlampen
  • Zwei Solarlampen sind für die Beleuchtung der Schule angeschafft worden. Die Lehrer sind sehr stolz. Sie nutzen sie im Moment für ihre nächtlichen Vorbereitungen vor der Hütte. Sie werden später für die abendlichen Alphabetisierungskurse für die Frauen eingesetzt.
  • In Deutschland konnten 12 Paten für Kinder aus Gani-Dah gefunden werden. Ich habe die ärmsten Kinder, vornehmlich Waisen und Halbwaisen, ausgesucht, da sie in den Familien alle Arbeit leisten müssen und nur wenig Ruhe für die Schule haben. Für 120,00 € Jahresbeitrag werden die Kinder eingekleidet, medizinisch behandelt und mit den nötigen Schulmaterialien versorgt. Eine korrekte Aktenführung garantiert, dass den Kindern der Betrag ohne Abzüge direkt zukommt. Wir werden weiterhin deutsche Paten suchen − viele Kinder müssen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und können kaum den Anforderungen der Schule folgen.
Einweihung der Hirsemühle
  • Größte Arbeit war der Bau eines Hauses in Lehmbauweise und die Einrichtung einer Hirse-Mühle für Jigi s∈m∈, die Vereinigung der Frauen von Gani-Dah. Mit der finanziellen Hilfe unserer französischen Partner des Vereins Milomali und enormem Einsatz im Dorf ist es gelungen, einen Händler zu finden, die Maschine zu bestellen, nach Gani-Dah zu transportieren und auf aufregenden Wegen zu bezahlen. Zur selben Zeit haben die Dorfbewohner alle Materialien besorgt und das Haus gebaut. Als die Maschine installiert war und in Betrieb genommen wurde, gab es ein Freudenfest mit Musik und Tanz. Innerhalb von Minuten bildete sich eine lange Schlange von Frauen mit Kalebassen voller Hirse und Mais. Die Maschine arbeitet heute im Dauerbetrieb zuverlässig.
  • Über die Einrichtung der Hirse−Mühle und die dadurch möglichen Aktivitäten der Frauen, die ihnen zu einem regelmäßigen Einkommen verhelfen, ist es gelungen, Jigi s∈m∈ an das System der Mikrofinanzierung anzuschließen. Drei Frauen haben schon alle Bedingungen für eine Kreditvergabe erfüllt, viele weitere werden folgen. Langfristig werden die Frauen so auf eigene Füße gestellt und können ihrerseits Kredite im Dorf vergeben.
  • Für die Einrichtung einer Schul- und Dorfbibliothek sind alle Voraussetzungen geschaffen worden. 54 kg französischer Kinder- und Grundschulbücher sind schon da, gesammelt von den Freunden von Milomali aus dem Pariser Raum. Milomali hat sich vorgenommen, Spenden für den Bau eines kleinen Bibliotheksgebäudes einzusetzen.
  • Um alle Kinder in Klassenräumen unterbringen und die Sekundarstufe I einrichten zu können, brauchen wir ein neues Schulgebäude in Gani-Dah − das zu planen und ein zuverlässiges Unternehmen zu finden hat viel Arbeit gekostet. Im Frühjahr 2009 packen wir es an! Wir haben durch viele Aktivitäten schon fast alles Geld beisammen...
  • In Deutschland sind durch zahlreiche Vortragsreisen, Projekttage an Schulen und Universitäten, Aktivitäten wie Sponsorenlauf oder Geburtstagsfeiern viele Spenden für Gani-Dah zusammen gekommen. Es konnten weitere Paten für Kinder gefunden werden. Krankenpfleger Lukas ist nach 3 Monaten Arbeit am Krankenhaus in Bankass und in Gani-Dah begeistert zurückgekommen und hat vielfach öffentlich von seinen Erfahrungen berichtet. Drei Studentinnen der Universität Landau werden im Frühjahr 2009 ihr Schulpraktikum in Gani-Dah absolvieren - wertvolle Erfahrungen für sie, wichtige Anregungen für die Schule!

2007

Solarkocher
  • Montage der Solarkocher, Einrichtung auf dem Gelände der Schule in Gani-Dah;
  • Kontrakt mit Werkstatt der association de Kolguiné in Bandiagara für die Ausbildung von Absolventen von Gani-Dah im Bereich Solartechnik;
  • Einweisung von Mechanikern und Helfern für die Betreuung der Projekte in Gani-Dah;
  • Einkauf und Transport von Medikamenten für alle relevanten Krankheiten;
  • Initiierung eines Bankpostens für Mikrofinanzierung in Gani-Dah;
  • Teilnahme an der KinderExpo Krefeld;
  • Gewinnen von Partnern in Deutschland;
  • Vorträge an Universitäten, Schulen, Bildungseinrichtungen;
  • Einwerben von Spenden für die weitere Projektplanung;
  • Kontaktaufnahme zu Verlagen zwecks Erstellung besonderer pädagogischer Materialien;
  • Kontaktpflege mit GAP/Belgien, Planung von ähnlichen Projekten in Burundi;
  • Entsenden eines Pflegers vom Krankenhaus St.Marien an das Krankenhaus in Bankass;
  • Kontaktaufnahme mit dem Lycée Albert Schweitzer in Paris zwecks Einrichtung eines Projekts zur Mikrofinanzierung.

2006

Brunnenbau
  • Ausbau der medizinischen Hilfe nach Errichtung des CSCOM durch den Bezirk Bankass;
  • Geophysikalische Geländeuntersuchungen zur Bestimmung eines geeigneten Platzes für die Bohrung eines Brunnen auf dem Schulgelände;
  • Beauftragung der Firma MaliAquaViva in San/Mali zur Bohrung eines Brunnens;
  • Einladung von Herrn Haidara nach Deutschland, Teilnahme an Projekten und Unterrichtsvorhaben an verschiedenen Schulen;
  • Teilnahme am Projekt "Wasser ist nicht immer blau" in Krefeld;
  • Sammlung an der Grundschule an der Burg, Krefeld-Hüls, Beschaffung von zwei Solarkochern, Transport nach Mali.

2005

  • Erhaltung der Schulkantine durch Beschaffung von Reis, Hirse, Öl, Salz, Gewürzen etc.;
Aufforstung
  • Fortsetzung des Aufforstungsprogramms auf dem Schulgelände und an gefährdeten Stellen des Dorfes, Anleitung der Kinder und Jugendlichen zu Baumpflanzung und −pflege;
  • Programm zur medizinischen Versorgung: Entwurmung, Bilharziose-Behandlung, Malaria-Prophylaxe;
  • Teilnahme an einer Polio-Impfung der Kinder unter 5 Jahren in Gani-Dah und Umkreis;
Medizinische Versorgung
  • Einrichtung einer ersten Patenschaft für Unterhalt und Beschulung eines Kindes;
  • Ausbau und Pflege der Schulpartnerschaften mit Krefeld und Halle/Saale; Vorstellung des Projekts “Gani-Dah“ bei der KinderExpo Krefeld;
  • Bestückung der Schule mit Küchenmaterial durch UNESCO, Bamako;
  • Einrichtung eines pädagogischen Programms zur Förderung der Mädchenerziehung durch UNESCO, Bamako;
  • Vorträge, Lesungen und Seminare z.B. in Potsdam (Landeszentrale für Politische Bildung und Stadtbücherei) und Krefeld (Haus der Familie);
  • Gründung des Vereins Gani-Dah e.V. mit eigenem Spendenkonto, Anbindung an GAP/Belgien.

2004

Materialbeschaffung
  • Projektwoche “Afrika“, Einrichtung einer Förderpartnerschaft mit der Grundschule “Albrecht Dürer“ in Halle/Saale;
  • Festigung der Partnerschaft mit der Grundschule Don-Bosco in Krefeld;
  • Anschaffung von Möbeln, Fachbüchern, Schreibmaterialien für die Schule in Gani-Dah;
  • Erhaltung der Schulkantine durch Beschaffung von Materialien;
  • Beginn der Aufforstung auf dem Schulgelände und an gefährdeten Stellen des Dorfes;
  • Vorträge und Lesungen an verschiedenen Orten;
  • Kontakte zu verschiedenen Organisationen in Mali und Westeuropa.

2003

  • Vorträge und Lesungen in Deutschland;
  • Anschaffung von Schulbuchserien und Arbeitsmaterialien für alle Klassen in Gani-Dah;
  • Ausbau und Bestückung der Schulkantine;
  • Aufbau einer provisorischen Hütte für den Unterricht des neuen 1. Schuljahrs, da immer mehr auch auswärtige Schüler angemeldet werden;
  • Einrichtung einer Schulpartnerschaft mit der Grundschule Don-Bosco in Krefeld, Teilnahme an der Projektwoche zum Thema Afrika.

2002

Schulkantine Schulkantine
  • Vorträge und Lesungen in Deutschland;
  • erste Einrichtung einer offenen Schulkantine unter einfachen Bedingungen, Organisation von verantwortlichen Arbeitsgruppen unter Müttern und Vätern von Gani-Dah zur Bestückung, Erhaltung und Verwaltung der Kantine und der Vorräte;
  • Beschaffung erster Spenden.

2001

Schule und Dorf
  • erster Besuch bei Mohamed Saliha Haidara in Gani-Dah, erste Ideen über gemeinsame Arbeit;
  • intensive Planung mit den Dorfbewohnern zum Ausbau von Schule und Dorf;
  • Veröffentlichung von Biehl, Birgit: “Splitter im Sand“ und weiteren Texten im Verlag Athena, Oberhausen (→ http://www.athena-verlag.de). Zur Biographie von Birgit Biehl siehe auch
    → http://www.text-und-byte.de.
Letzte Aktualisierung: 27. Mai 2016
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